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Bedarfsgesteuerte Disposition in der SelectLine Warenwirtschaft | Neu in Version 17.3

Über die Neuerungen der Version 17.3 haben wir bereits berichtet. Ein Großteil der SelectLine Anwender nutzt das Warenwirtschaftssystem zur Disposition, daher stellen wir die neue Dispositionsart „Bedarfsgesteuert“ (ab Platin) und die Neuerungen zur Terminermittlung hier gerne etwas ausführlicher vor.

Artikelverfügbarkeit und Liefertermine

Bisher musste bei der Ermittlung und Vergabe von Terminen in der SelectLine Warenwirtschaft oft manuell eingegriffen werden. Ab der Version 17.3 der Warenwirtschaft unterstützt Sie das Programm bei der Verfügbarkeit von Artikeln zu einem bestimmten Datum und der Vergabe des vorhandenen Bestandes sowie bei der Terminermittlung in Abhängigkeit von Feiertagen.

Das Programm berücksichtigt alle relevanten Faktoren und ermittelt für Sie automatisch einen angepassten Termin. Dank der neuen Funktionen können Sie sich einen noch besseren Überblick verschaffen und Termine auf Knopfdruck anpassen.

Liefertermin bei Wochenenden und Feiertagen

Die Errechnung des Liefertermins im Beleg erfolgte bislang mittels „Heute + X festgelegte Tage“. Unter Umständen war das Ergebnis ein Sonn- oder Feiertag. Mit einer neuen Einstellung kann die Terminermittlung in Belegen nun auch unter Berücksichtigung von Wochenenden und Feiertagen durchgeführt werden. Welche Feiertage gelten sollen, ist einstellbar. Ebenfalls können eigene Feiertage (Brückentage/Betriebsferien) erfasst werden. Diese werden bei der Terminberechnung berücksichtigt und ergeben automatisch einen angepassten Liefertermin.

Automatischer Terminvorschlag pro Artikel

Mit der neuen Dispositionsart „Bedarfsgesteuert“ (ab Platin) wird beim Erfassen einer Position in einem Auftrag der Termin automatisch auf das nächstmögliche Datum angepasst, wenn die Menge zum erfassten Liefertermin nicht ausreichend ist. Grundlage für die Terminermittlung bildet das neue Artikelkonto. Aus diesem heraus, werden alle geplanten Zu- und Abgänge erfasst, die Wiederbeschaffungszeit berücksichtigt und die noch frei verfügbaren Mengen ermittelt, um so den nächstmöglichen Liefertermin festzulegen.

Die Wiederbeschaffungszeit kann automatisch aus den Einkaufskonditionen bestimmt und mit einem beliebigen Puffer versehen oder auf einen zu definierenden Wert festgelegt werden. In Angebots-Belegen kann die Terminermittlung jederzeit im Funktionsmenü oder direkt bei der Übergabe in einen Auftrag aufgerufen werden. So können Termine bedarfsdisponierter Artikel tagesaktuell ermittelt werden. Die neuen Ansichten für das Artikelkonto und die Dispositionsübersicht geben Aufschluss über geplante Zu- und Abgänge und den Verfügbarkeitsstatus von Artikeln dieser Dispositionsart.

Automatischer Terminvorschlag pro Artikel - Warenwirtschaft

Rechtzeitig bestellen, aber auch nicht zu früh

Artikel der neuen Dispositionsart „Bedarfsgesteuert“ werden bei Bestellungen erst berücksichtigt, wenn der Wiederbeschaffungszeitpunkt erreicht wird. Somit können in der Zukunft liegende Aufträge für solche Artikel direkt erfasst werden, ohne Gefahr zu laufen, sofort eine Bestellung dafür auszulösen. Umgekehrt wird der Artikel natürlich direkt zur Bestellung angeboten, wenn er den Mindestbestand innerhalb der Wiederbeschaffungszeit aufgrund der erfassten Aufträge zu unterschreiten droht.

Automatische Anpassung des Liefertermins

In einem Beleg kann pro Artikel ein eigener Termin ermittelt oder vergeben werden. Liegt mindestens ein Termin nach dem Liefertermin des Beleges, kann dank einer neuen Programmeinstellung der Liefertermin automatisch oder mit einer Abfrage an den spätesten Termin angepasst werden. Somit wird verhindert, dass ein abweichender Liefertermin herausgegeben wird.

Automatische Anpassung des Liefertermins - Warenwirtschaft

Beschaffung von Teilen für Werkaufträge

Teile, die zur Produktion eines Artikels benötigt werden, müssen frühzeitig zur Verfügung stehen, um die eigentliche Produktion durchzuführen. Um dies zu gewährleisten wurde in den Artikelstammdaten für Produktionsstücklisten eine Eingabemöglichkeit für eine Vorlauffrist ergänzt.

Anhand der Vorlauffrist wird festgelegt, wie viele Tage vor dem Fertigstellungstermin des Werkauftrages, die Teile terminiert werden sollen, damit ein etwaiger Bedarf rechtzeitig erkannt und gedeckt werden kann. Die Vorlauffrist gilt auch bei voneinander abhängigen Werkaufträgen. Termine für die Teile sind ab sofort im angelegten Werkauftrag editierbar, um den Zeitpunkt für den Bedarf selbst zu steuern.

Artikelkonto in der SelectLine Warenwirtschaft

 

Video – Zusammenfassung

Das Video stellt die oben genannten Funktionen praxisnah in der SelectLine Warenwirtschaft vor:

 

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